Funk für's Motorrad - Erfahrungsbericht


Warum Funkgerät Headset Erste Probleme Einbau Fazit


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Alles hat damit angefangen, dass ich meiner Freundin zu unserem 10-jährigen ein Motorrad (Suzuki SV650) geschenkt habe. Sie hatte bis dahin noch nicht so viel Fahrpraxis und war deshalb nocht etwas unsicher. Um ihr zu helfen wollte ich auch während der Fahrt mit ihr kommunizieren können. Z. B.:

  1. pass auf, in der nächsten Kehre kommt dir ein Wohnmobil entgegen
  2. ich muss bei der nächsten Tankstelle anhalten
  3. etc.

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Also habe ich mich nach einem brauchbaren Funkgerät umgesehen. Bekannte hatten sich das EC10A von Alinco gekauft und waren recht zufrieden damit. Deshalb wollte auch ich es damit versuchen.


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Sprechwaage

Als Headset wollte ich zunächst eines mit automatischer Sprechwaage verwenden. Dabei sendet das Funkgerät automatisch sobald gesprochen wird - ganz ohne Tastendruck. Das klingt in der Theorie ganz nett, bringt aber in der Praxis gar nichts, weil die Lautstärke der Nebengeräusche während der Fahrt nicht konstant ist. Sobald die Empfindlichkeit entsprechend eingestellt wird passt zwar alles. Aber nur bei gleichbleibend lauten Nebengeräuschen. Wenn man schneller oder langsamer fährt muss die Empfindlichkeit der Sprachwaage wieder neu eingestellt werden, damit das Funkgerät nicht zu unempfindlich wird oder die Nebengeräusche plötzlich als Anlass zum Senden genommen werden. Der Fahrer ist also permanent mit der Einstellung der Sprechwaage beschäftigt.

Taster (PTT = push to talk)

Als Headset habe ich mich deshalb für eine Sprechgarnitur mit Taster entschieden. Auf der Imot '99 in München sah ich auf dem Stand von UK-Intech eine vertrauenserweckende Version.

Kurz darauf habe ich dort zwei Exemplare bestellt und ausprobiert. Dabei zeigte sich sehr schnell, dass das alles nicht so einfach ist, wie es zunächst scheint:


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1. Die Lautsprecher (je einer rechts und links) drücken am Kopf

2. Die Betätigung des Tasters - er soll mittels Klettband am Zeigefinger der linken Hand befestigt werden - ist nicht benutzerfreundlich. Da ist nämlich der Handschuh im Weg. Das Klettband samt Taster einfach um den Lenker zu wickeln macht auch keinen Sinn weil er dann unabsichtlich gedrückt werden könnte.

3. Das Funkgerät wie angeraten in die Jackentasche zu stecken ist auch nicht vorteilhaft. Erstens ist dann die Tasche so vollgestopft (kann ich überhaupt nicht leiden) und zweitens hängen so viele Kabel frei herum. Das Funkgerät in den Tankrucksack zu stecken ist auch nicht besser (speziell bei Regen).


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zu 1. Also wurde am Helm etwas Platz gemacht - sprich ich habe ein wenig (!) Styropor entfernt - damit die Lautsprecher nicht mehr drücken.

zu 2. Der Taster für die Lichthupe wurde provisorisch als Betätigung für das Funkgerät zweckentfremdet. Dazu musste ich natürlich zunächst das Anschlusskabel etwas umarbeiten.

zu 3. Das Funkgerät liegt jetzt unter der Sitzbank. Die Spannungsversorgung erfolgt mittels Spannungsregler, der so an die Bordspannung des Motorrads angeschlossen wurde, dass sich das Funkgerät automatisch einschaltet, sobald die Zündung angeschaltet wird. Das Anschlusskabel habe ich unter dem Tank zum Lenker nach vorne verlegt.

Einbau 2. Schritt

Bei der nächsten Testfahrt war die Sache mit dem drückenden Helm erledigt. Dafür hörte ich gelegentlich etwas seltsame Störgeräusche, deren Frequenzänderung proportional zur Drezahländerung des Motors war. Tja die Zündung "funkt" also in das Kabel für den Taster.

Als Abhilfe baute ich eine Relaisschaltung ein um den "langen" Weg vom Mikrofon zum Taster und zurück zum Funkgerät zu verkürzen. Damit waren dann die grössten Probleme beseitigt.


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  1. Ohne eigene Bastelei wird das alles nix.
  2. Es hilft ungemein dem vorausfahrenden Biker über Funk klarzumachen, dass man Tanken muss ohne vorher ein Wettrennen veranstalten zu müssen um vor ihm in die nächste Tankstelle abzubiegen. 
  3. Das Headset kann über den Elektronikfachhandel sehr viel kostengünstiger selbtst zusammengebaut werden.
  4. Abgesehen davon finde ich es wirklich toll nicht wie ein (stummer) Fisch durch die Lande zu fahren.

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