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Passo del Cason di Lanza

 

Beschreibung:

Den Passo del Cason di Lanza habe ich im Mai 2001 auf einer Alleinfahrt (dazu weiter unten mehr) zu bezwingen versucht. Von Pontebba bin ich gestartet. Zunächst verläuft die anfangs noch geteerte Straße sehr flach aber romantisch parallel zum Bach Pontebbana - vorbei am ersten Durchfahrt-verboten-Schild. Ab der ersten einsturzgefährdeten Brücke, für die es aber eine echte Schotterpiste als Umfahrung gibt, wird die Straße schlagartig schlechter. Zunächst hatte ich mich noch gewundert, warum hier keine anderen Biker unterwegs sind. Nach einigen Km mit meiner Bandit (echtes Straßenbike aber kein Renner) kam ich dann so richtig ins Schwitzen:
1. Wurde die Straße immer schlechter, so dass ich oft nur mit Schleifkupplung durch die überdimensionalen Schlaglöcher fahren konnte. Einmal blieb ich mit der Maschine (so richtig vollgepackt) sogar stecken und hatte Mühe mich aus der Lage wieder zu befreien ohne die Maschine abzulegen.
2. Waren die Kehren ebenfalls ausnahmslos "schön" geschottert. So dass hier ebenfalls einige Vorsicht geboten war.
3. Passierte ich immer wieder Durchfahrt-verboten-Schilder, aber verbotener wie verboten geht wohl nicht. Aber irgendwie dachte ich mir noch geht es irgendwie weiter und im Denzel steht ja dass die Strecke befahrbar ist.
4. Gab es immer wieder Stellen, an denen die Vorsicht-Steinschlag-Schilder eindrucksvoll durch mächtige Brocken (teilweise größer als mein Bike) auf der Straße untermauert wurden und die steilen Wände für mich so aussahen, dass da jederzeit noch mehr runterfallen könnte.
4. Ist die Tankanzeige bedenklich gegen "Empty" gewandert und zurückschieben wäre sehr unangenehm wenn nicht sogar unmöglich gewesen.
5. War ich alleine unterwegs und die Aussicht hier nach einem Sturz oder Steinschlag noch am gleichen Tag gefunden zu werden schätzte ich eher gering ein.

Allerdings dachte ich mir: "jetzt bin ich schon so weit und an so vielen heiklen Stellen vorbei, soll ich da wirklich wieder umdrehen und diese Hindernisse nochmals bezwingen ?"

Nach ewiger Fahrtzeit, meistens im ersten Gang, teilweise mit Schleifkupplung, befand ich mich dann kurz vor der Paßhöhe. Es sah zumindest danach aus. Dann kam ich zu einem weiteren Durchfahrt-verboten-Schild. Das sah aber nicht so aus wie die normalen Schilder, sondern eher wie ein "Achtung gleich wird gesprengt Schild". Zusätzlich war die Stützmauer, die die Straße vor Steinschlag schützen sollte sehr eingedrückt und größere Gesteinsbrocken lagen bereits auf der Straße.

Deshalb zog ich es dann vor doch ein Weichei zu sein und wieder umzudrehen. Nach sehr langer Zeit, ich musste ja an all den Hindernissen wieder vorbei, kam ich sehr glücklich in Pontebba an und besuchte die erste Tanke.

Fazit:
1. die Beschreibung im Denzel stimmt nicht mehr
2. landschaftlich absolut super
3. kein Verkehr (ist ja kein Wunder)
4. sobald ich mal 'ne Enduro habe (gibt es Sponsoren ?) versuche ich das nochmals

Tourenlandkennziffer: FR11

Denzelkennziffer: 233

Paß
Spaßfaktor: Landschaft: Kehren: Länge: Höhe: Höhenunterschied: Max. Steigung: Fahrbahnbreite:
++ +++ viele ca. 28Km 1552m 991m   >2m

Kombinationsvorschlag:

Forcella di Lius, Val d'Aupa und Naßfeld Paß

Hier beginnt es ganz harmlos:

Dann kommt die erste einsturzgefährdete Brücke....

.... für die es aber diese Schotterpiste als Umfahrung gibt

Dann kommt die nächste Brücke, für die gibt es keine Umfahrung

Nach einigen Km, viel Schweiß und etlichen Durchfahrt-verboten-Schildern sah ich diese eingedrückten Stützmauern, mit einem Hinweisschild (nicht im Bild zu sehen), das aussieht, als wenn gleich eine Sprengung durchgeführt wird:

Auf dem Rückweg wieder viel Schotter - teilweise sehr grob - und das auch in den Kehren.

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